| Es wird unterschieden zwischen glatten
Faltrollos, die von links nach rechts glatt liegen, wie Plisseeanlagen und den hier
vorgestellten Faltrollos, die auch als Stäbchenfaltrollos bezeichnet werden. Diese genaue
Begriffsunterscheidung ist aber regional nicht überall üblich und oft werden beide
Begriffe synonym verwendet. Die Stäbe oder Leisten
stecken in waagerechten Tunnelzügen an denen kleine Messing- oder Plastikringe befestigt
sind, durch die vertikal die Zugschnüre geführt werden. Beim Ziehen der Schnüre werden
die Holzstäbe nacheinander hochgezogen, so dass sich das Rollo gleichmäßig nach oben
faltet. Dieses Faltenpaket erfordert jedoch eine größere Fenstertiefe als das eines
Springrollos und kann den Lichteinfall stärker behindern. Dagegen bietet ein
hinterfüttertes Faltrollo einen größeren Schutz gegen Zugluft.
Weniger strukturiert und leger fallen Faltrollos, wenn
keine Tunnelzüge genäht, sondern nur in regelmäßigen Abständen die kleinen Messing-
oder Plastikringe an die Außenkanten angenäht werden. Die Schnüre werden wie beim
normalen Faltrollo ebenfalls durch die Ringe geführt. Nach Belieben lässt sich im
unteren Saum eine Leiste integrieren und der Stoff hinterfüttern. Der Stoff wird in der
Regel mit einem Klettband an einer Schiene befestigt.
Bei der Auswahl des Stoffes sollte berücksichtigt werden,
dass das Gewebe nicht zu dicht ist, damit eine dekorative Faltenlegung erreicht wird.
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