| So können aus Kartoffeln oder Pappe Stempel
in individuelle Formen geschnitten werden. Darüber hinaus sind in einer alten Spielzeug-
oder Werkzeugkiste viele Gegenstände und Motive zum Drucken zu finden wie Flaschenkorken,
Nagelköpfe, Bauklötze, Ringe und dgl. mehr. Bei
der Ausführung des Musters ist auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen bedruckten und
unbedruckten Flächen zu achten. Die Verwendung von großen und kleinen Formelementen
erhöht den Reiz eines Musters. Auch wirkt es ausdrucksvoller, wenn dunkle Farbtöne mit
integriert werden. Hell- und Dunkeltöne innerhalb einer Farbe entstehen durch mehrmaliges
Abdrucken des Stempels, -ohne ihn neu einzustreichen- so dass der Druck immer
transparenter erscheint. Mischtöne entstehen, wenn verschiedenfarbige Stempel
übereinander gedruckt gedruckt werden und die Farbe noch nass ist.
Geeignet sind alle feinen bis mittelfeinen Gewebe wie
Batist oder Nessel und auf Seide kommen die Farben besonders intensiv zur Geltung. Auch
Drucke auf Frottee und feingeripptem Cord wirken äußerst apart und interessant.
Aus Kartoffeln lassen sich mit einem Messer die
unterschiedlichsten Stempelformen ausschneiden, die einen satten Farbabdruck ohne
Struktur ergeben. Allerdings hat der Kartoffelstempel den Nachteil, dass er schnell
austrocknet und zusammen schrumpft. Daher empfehlen sich klare geometrische Formen, die
sich leicht wieder zurecht schneiden lassen.
Beim Schablonendruck werden die gewünschten Formen sowie
Motive aus Karton ausgeschnitten und beim Drucken die Konturen der einzelnen Schablonen
nahtlos ineinander gefügt. Diese Methode ist etwas aufwändiger, da die Schablone entlang
der Kontur mit Stecknadeln auf dem Stoff fixiert werden muss. Erst wenn die Farbe
abgetrocknet ist wird die Schablone mit der weiteren Farbe eingesetzt bis der gesamte
Druck fertig gestellt ist.
Zum diesem Druckverfahren eignen sich nur grobe Gewebe wie
Rupfen, Flockenbast und Segeltuch.
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