| Denn viele Pflanzen haben mehr zu bieten als
nur eine attraktive Erscheinung, faszinierend ist auch die Schönheit der Farben,
die sich aus einer ganzen Reihe heimischer Gartenpflanzen gewinnen lassen. Viele dieser Färberpflanzen wachsen auf Wiesen, an Wald- und
Wegesrändern oder in den Gärten. Kräuter wie Schafgarbe, Färberkamille, Johanniskraut
oder Frauenmantel liefern wunderschöne Gelb- und Goldnuancen, Blätter von Birke,
Kastanie oder Eiche ergeben gelbgrüne und olivfarbene Töne und sanfte Grau- und
Brauntöne lassen sich aus der Rinde von Faulbaum, Berberitze und Kreuzdorn gewinnen. Auch
Kirsche, Pflaume und Apfel erzielen schöne Brauntöne und ein kräftiges Braunschwarz
liefern die Schalen der Walnuss. Ein leuchtendes und dauerhaftes Rot ist in der Natur
dagegen selten. Als echte Färberpflanze ist hier lediglich die Wurzel des Krapp zu nennen
und das Burgunderrot des Brasilrotholzes. Auch Blau ist ein sehr schwer herzustellender
Farbton, hier empfehlen sich Färberwaidblätter von der wildwachsenden Pflanze Isatis
tinctoria.
Nicht zu vergessen das Auskochen von Zwiebelschalen und den
Kaffee- oder Teeaufguss, die Stoffen eine zarte Farbtönung verleihen. |
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