Aber nicht nur dem Platzbedarf kommt große
Bedeutung zu, auch der Standort spielt eine wesentliche Rolle. Denn die Farblieferanten
sind bis auf wenige Ausnahmen wie Maiglöckchen, Wurmfarn und Frauenmantel richtige
Sonnenanbeter.
Für den Anfänger auf dem Gebiet der Färbekunst mag es sinnvoll sein, den
Färberpflanzengarten in Beetform anzulegen. Das erleichtert nicht nur die Pflege, sondern
auch die Ernte der Pflanzen. Die Erde in den Beeten sollte möglichst durchlässig und von
humoser Beschaffenheit sein. Optimale Erträge lassen sich erzielen, wenn dem Boden
reichlich Kompost zugefügt wird und die Pflanzen bei Trockenheit ausreichende Wassergaben
erhalten.Besonders gut kultivieren lassen sich
Krapp, Färber-Waid, Johanniskraut und die Färberkamille. Nicht fehlen dürfen natürlich
Tagetes, Schafgarbe, Goldrute, Königskerze und der Färberginster. Wer die Ansprüche
dieser Pflanzen genau kennt, kann auf eine strenge Beetform verzichten. Auf diese Weise
kann sich der Färberpflanzengarten rasch in ein Blütenmeer verwandeln, dessen Charakter
einem Wildblumen- oder Bauerngarten ähnelt. |
|