| Nach der Vorstellung der Psychologen wäre
im Frühling die Farbe Gelb dominant, die durch passende Farbnuancen in sanften, weichen
Gegensätzen ergänzt werden müsste. Die Farbe im Sommer ist Blau mit einer kühlen
Ausstrahlung. Gut damit verbinden sich gebrochene, abgetönte Farben ohne harten
Kontraste. Im Herbst sollte Rot die Grundfarbe sein, mit allen Abtönungen des bunten
Herbstlaubes, und im Winter sind Blau und Weiß die geeigneten Farben.
Wenn man diesen Gedanken aufgreift, so wäre davon
auszugehen, im Bad auf Fliesen zu verzichten, sondern allenfalls eine Raufasertapete mit
einem wasserabweisenden Anstrich zu versehen. Das wäre ohne weiteres möglich und zudem
viel billiger. Es wäre aber sicher verkehrt, sein Badezimmer gemäß der Jahreszeiten zu
streichen, ohne auf die Vorlieben der Benutzer einzugehen.
In der Praxis ist das sehr schwer unter einen Hut zu
bekommen, zumal mehrere Faktoren ausschlaggebend sind. So ist die Raumwirkung insgesamt im
Hinblick auf dunkle und helle Flächen zu berücksichtigen. Es ist zum Beispiel bekannt,
dass bei hohen Räumen eine dunkle Decke den Raum niedriger erscheinen lässt, oder
wenn Decke und Rückwand dunkler getönt sind, wirkt ein schlauchartiger Raum kürzer und
breiter. Es ist ratsam das einmal selbst auszuprobieren. Wenn man sich instinktiv zu einer
Farbe hingezogen fühlt sollte man keine Angst davor haben diese auch einzusetzen,
eventuell gleichzeitig mit der entsprechenden Begleitfarbe. Man kann dieses Experiment mit
großflächigen auf die Farben abgestimmte Kartons versuchen, die man vor der Wand
platziert. Sehr schnell wird man merken, ob die gewählte Farbkombination im morgendlichen
Bad ein Wohlgefühl erzeugt. |