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Gefütterten Vorhang nähen

 

ABB.1
Die einfachste Art einen gefütterten Vorhang zu nähen ist Vorhang- und Futterstoff zu einem schlauchförmigen Gebilde zusammenzunähen.
 
Der Futterstoff sollte etwa 10 cm schmaler und 8 cm kürzer als der Vorhangstoff sein.
Die Unterkante des Futterstoffes 2cm breit umschlagen, bügeln und mit der Maschine zu einem Doppelsaum absteppen.
An der Oberkante des Vorhang- als auch des Futterstoffes mit einem kleinen Einschnitt die Mitte markieren.
Die beiden Stoffe rechts auf rechts legen, wobei die Futterunterkante 18 cm oberhalb der ungesäumten Unterkante des Vorhangstoffes liegen sollte. Mit einer Nahtzugabe von 1,5 cm an den Seitenkanten zusammenheften und absteppen
Die Naht sollte ein Stück vor der Ober- und Unterkante enden, um ausreichend Spielraum für die Eckausbildung zu lassen.
Stoff rechts auf rechts wenden, Stoffmittelpunkte aufeinanderlegen. Die beiden Stofflagen von dieser Stelle nach außen bis zu den Ecken feststecken, heften und die Seitenkanten glatt bügeln.
Die Nähte liegen nun 5 cm innen neben den seitlichen Kanten. Die Oberkante 8 cm breit umschlagen und bügeln, dabei die Ecken leicht schräg nach innen einschlagen. Das Gardinenfaltenband so aufstecken, dass es den unversäuberten Rand des umgeschlagenen Gewebes verdeckt.
Das Faltenband probeweise auf dem Stoff fixieren, um festzustellen wo die Falten positioniert sind. Eventuell das Band neu ausrichten, dass zu beiden Seiten der äußeren Falten ein Abstand von je etwa 10 cm bleibt.

Die Ziehfäden des Faltenbandes sichern, danach die Enden des Bandes einschlagen und festheften. Das Band anheften, dann mit der Maschine sorgfältig knapp am oberen Rand festnähen, wobei die Ziehfäden nicht berührt werden dürfen. Die beiden Nähte werden in derselben Richtung ausgeführt, damit das Band flach aufliegt und sich nicht wellt.
Anschließend sorgfältig vom oberen Rand aus die fertige Länge der Gardine abmessen, mit Stecknadeln markieren und an den Nadeln diagonal umfalten. Die umgeschlagenen Eck- bzw. Gehrungsnähte flachbügeln.
An der Unterkante des Vorhangstoffes einen 8 cm breiten Doppelsaum  heften über dem der besäumte Futterstoff hängt.
Den Vorhangstoff bügeln, das Bleiband einnähen und die Ecken einschlagen. Die Säume und Gehrungsnähte mit Saumstichen schließen.
Sollten jedoch bezüglich Parallelität von Vorhang und Fußboden Differenzen bestehen, dann empfiehlt es sich den Saum zunächst nur zu heften. Den Vorhang an der Gardinenschiene aufhängen und nach einigen Tagen des Aushängens die nötigen Korrekturen vornehmen.
Die Ecke des Futterstoffs 45° nach innen umschlagen. Die Unterkante des Futters auf dem Vorhang feststecken, anheften und mit Saumstichen festnähen.
Die Zugfäden des Faltenbandes zusammenziehen und die losen Fäden so aufwickeln, dass der Vorhang zum Reinigen wieder flach gezogen werden kann.
  

 

 

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