| Zur Ermittlung der Dichte des Vorhangs wird in
der Regel dreimal die Schienenlänge "A" bei lose fallenden Stoffen, sowie zwei-
bis zweieinhalbmal die fertige Breite "A" bei automatischen Faltenbänder
genommen. Für jede Seite müssen noch 4 - 7 cm Naht hinzu addiert werden. Diese Summe,
durch die Rollenbreite des Stoffs dividiert, ergibt die Anzahl der Stoffbahnen. Die Stofflänge richtet sich nach der gewünschten Vorhanglänge,
plus dem Zuschlag für eine eventuelle Überdeckung der Aufhängevorrichtung. Sollen
jedoch Vorhangstange und -ringe sichtbar bleiben, dann ist das Maß unterhalb der Stange
zu nehmen.
Bei einer Schiene nach unten bis zur Fensterbank
-"B"-, bis unter die Fensterbank -"C"- oder bis zum Boden
-"D"- messen. Bei Vorhängen die schleppend auf dem Boden liegen, müssen je
nach Belieben 15 - 25 cm dazu gegeben werden. Bei leichten Materialien und glatten Stoffen
werden 15 - 25 cm für Säume und Köpfchen und 25 cm bei schweren Stoffen dazu gerechnet.
Das Ergebnis ist die Arbeitslänge des Vorhangs.
Bei gemusterten Stoffen ist der Rapport mit
einzukalkulieren. Das ist der Abstand, in dem sich das Muster wiederholt. Pauschal wird
ein zusätzlicher Schal pro Vorhang mit eingerechnet. Bei teuren Stoffen lohnt sich jedoch
eine genaue Bedarfsermittlung.
Da vor der Auswahl des Stoffes weder Stoffbreite noch
Rapportmaße bekannt sind, lässt sich ein genauer Stoffbedarf erst beim Einkauf
berechnen. Daher empfiehlt es sich die genauen Fenstermaße zum Kauf mitzunehmen und sich
bezüglich der Stoffmenge als auch der Stoffauswahl von einem Fachverkäufer beraten zu
lassen. |