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Flaschengarten

Dieser Garten blüht und gedeiht zwei bis drei Jahre völlig ohne Pflege, Gießen und Düngen. Voraussetzung ist, dass man ihn richtig anlegt.
       
In einer dicht verschlossenen Flasche entsteht ein Ökosystem, das sich selbst reguliert.  Denn was die Pflanzen verdunsten, schlägt sich an der Flaschenwand nieder und fließt in das Erdreich zurück. Aber nicht nur der Wasserkreislauf sondern auch der Gashaushalt funktioniert wie in der freien Natur.
               
Kreislauf bei Tag Unter dem Einfluss des Sonnenlichts erzeugt die Pflanze mit Hilfe des Chlorophylls aus dem Kohlendioxid der umgebenden Luft und Wasser aus dem Boden,  den für sie wichtigen Nährstoff Traubenzucker, wobei sie Sauerstoff abgibt
    
Sonne------------------> flaschengarten

Licht

             
Wasserdampf an die Luft | |
| Kohlendioxid aus der Luft Sauerstoff an die Luft
Wasserabgabe durch die Blätter--------------> | |
Luft 20° Stoffaufbau in den Blättern
Assimilation + Wasser
Wasseraufnahme durch die Wurzeln----------------->    Erde
      
         
            
Kreislauf bei Nacht Nachts erfolgt der Gasaustausch im umgekehrten Sinne, die Pflanze nimmt einen Teil des Sauerstoffs wieder auf und gibt Kohlendioxid ab. Den Überschuß an Sauerstoff verbrauchen Bakterien und Mikro-Organismen, so dass das Gleichgewicht sich selbst reguliert
   

Kondensation des Wasserdampfes

flaschengarten

Sauerstoff aus der Luft

Kohlendioxid an die Luft

         

|

|

|

entspricht Niederschlag

Stoffabbau in den Blättern

|

Atmung - Energiegewinnung

Wasser
|

Luft 15°

Erde

Erde
   
Anlage
Zur Drainage sollte der Flaschenboden zuerst mit grobkörnigem Kies bedeckt werden, auf den dann das Erdsubstrat aufgeschüttet wird. Das sterile Erdsubstrat ist im Fachhandel erhältlich. Beim Einfüllen ist es ratsam ein Papprohr zu benutzen, das durch die Flaschenöffnung bis zum Boden reicht. Denn die Flaschenwand sollte sauber gehalten werden. Mit einem verlängerten Löffel- und Gabelbesteck ist dann der Erdboden glatt zu streichen.

Bepflanzung
Hierzu eignen sich besonders kleinwüchsige Arten von Farnen, Efeu und Orchideen. Man sollte sich diesbezüglich am besten in einem Fachgeschäft beraten lassen.
Mit dem verlängerten Gabel- und Löffelbesteck sind die Pflanzenstecklinge am Wurzelballen zu packen und durch die Flaschenöffnung in den Erdboden zu setzen. Jedoch sollten die Pflanzen sich nicht gegenseitig behindern oder verdecken.

Angießen
Dabei sollte man das Wasser abkochen und abkühlen lassen, bevor man es zum Gießen verwendet.
Der schwierigste Teil der Gartenanlage ist das Angießen. Denn der richtige Feuchtigkeitsgrad ist für ein gesundes Wachstum erforderlich. Nachdem vorsichtigen Angießen sollte man einige Tage den Niederschlag  kontrollieren. Ist die Flasche ständig beschlagen, und trocknet sie nicht bis zum Abend ab, dann wurde zuviel gegossen. Ständige Trockenheit der Flaschenwand signalisiert eine zu geringe Wassergabe. Bei einem richtigen Gleichgewicht ist die Flasche morgens beschlagen und die Feuchtigkeit trocknet gegen Mittag ab.

Tipp
Der Flaschengarten sollte nicht in der Sonne und nicht in unmittelbarer Nähe der Heizung stehen, denn den Pflanzen wird es sonst einfach zu warm.
 

 

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